Einige Frauen freuen sich auf die Schwangerschaftsgymnastik, andere sehen den Übungen eher skeptisch entgegen, fragen nach dem Sinn solcher Übungen oder haben Angst, damit eine Frühgeburt auszulösen. Doch Schwangerschaft ist kein Grund, um auf Bewegung zu verzichten …

… im Gegenteil: Viele typische Schwangerschaftsbeschwerden lassen sich mit gezielten Übungen sanft und natürlich „behandeln“ beziehungsweise beugen ihnen vor. Außerdem ist es für die Geburt von Vorteil, fit zu sein.

Auch wenn alle vorgestellten Übungen selbst von Hochrisiko-Schwangeren (wie z.B. werdenden Drillingsmüttern) problemlos bis zur Entbindung durchgeführt werden können, sollten Sie Ihre/n Frauenärztin / Arzt oder Ihre Hebamme fragen, ob Sie an der Schwangerschaftsgymnastik teilnehmen dürfen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie sich unsicher sind, wenn Sie körperliche Beschwerden haben oder wenn eine Risikoschwangerschaft vorliegt. Das Turnen der nachfolgend aufgeführten Übungen erfolgt stets auf eigene Gefahr.

Doch Sie werden gleich merken, dass alles halb so wild ist. Sie müssen weder Salti rückwärts springen noch den Handstand üben, sondern ganz natürliche Bewegungsabläufe durchführen. Es sind sehr einfache, aber dennoch effektive Übungen. Bitte denken Sie daran, sich vorab aufzuwärmen, alles langsam zu steigern und nie etwas ruckartig oder mit Gewalt auszuführen. Sinnvoll wäre es, sich dreimal wöchentlich etwa 20 Minuten Zeit für die Gymnastik zu nehmen.

Text von Sabine Burchardt, Hebamme